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Einfach mal machen lassen – das Parkhaus der Zukunft.

Text: Philipp Bittner
Fotos: Volkswagen Aktiengesellschaft

Zeit ist ein wertvolles Gut und in Zukunft muss sie viel seltener in die Parkplatzsuche investiert werden. Volkswagen hat ein innovatives Konzept entwickelt, das Autofahrern diese Zeit zurückgibt: Der Parkhauspilot findet die freie Lücke ohne einen menschlichen Fahrer. Zusätzliche Zeitersparnis bringt das automatische Laden von Elektrofahrzeugen während der Standzeit.

41 Stunden pro Jahr - so viel Zeit bekommen die Deutschen in Zukunft zurück, wenn die Parkplatzsuche wegfällt. Und Treibstoff sparen sie auch noch. Wie wäre es also, wenn es eine Technologie gäbe, die das Laden und Parken übernimmt, während man ins Flugzeug steigt, ins Restaurant geht oder ein Event besucht? Hört sich nach Science-Fiction an, doch Volkswagen arbeitet daran, diese Vision schon bald zu realisieren.

Denn dank des Parkhauspiloten von Volkswagen steigt man einfach vor einem Parkhaus aus und muss sich um den Rest keine Gedanken mehr machen. Das Fahrzeug fährt automatisch auf einen freien Platz im Parkhaus und kann auf Knopfdruck in einer App wieder zum Ausgang zurückgeordert werden. Einfacher geht es nicht.

Hinter diesem simpel wirkenden Manöver verbergen sich komplexe technische Prozesse, die zu jeder Zeit ineinandergreifen müssen. "Das autonome Fahren in einem Parkhaus ist viel komplizierter als beispielsweise auf einer Autobahn", sagt Daniel Mossau, Projektleiter Parkhauspilot bei Volkswagen. "Im Parkhaus haben wir unter anderem Rampen, Bordsteine, Mauern und Schilder, die von der Decke hängen. All diese Dinge muss das Fahrzeug erkennen. Die Situationsinterpretation ist eine unheimliche Herausforderung", so Mossau weiter. Damit diese zuverlässig gelöst wird, übernehmen verschiedene Technologien jeweils einen anderen Aufgabenbereich im komplexen Manöver. Es sind auch zahlreiche Sensoren im Fahrzeug notwendig. Ob Laserscanner, Radarsensoren, Ultraschallsensoren oder Kameras - der Parkhauspilot setzt auf einen Rundumblick um das Fahrzeug.

Auch das Parkhaus kann optional mit einer zusätzlichen Infrastruktur ausgestattet sein. Bereits bei der Zugangssoftware kommt es zu innovativen Anpassungen. Die Schranke im Parkhaus beispielsweise öffnet und schließt sich selbsttätig und die Fahrzeuge machen sich ohne den Fahrer auf den Weg zu ihrem Parkplatz. Die Orientierung innerhalb des Parkhauses erfolgt über QR-Code-ähnliche Symbole, die von den Systemen im Fahrzeug gelesen werden. "Weitere Infrastruktur kann optional ergänzt werden, je nachdem, welchen Bedarf der Parkhausbetreiber hat", sagt Mossau. Man könne beispielsweise Parkplätze durch automatisierte Poller reservieren lassen. Ebenfalls sei es problemlos machbar, Elektrofahrzeuge während ihres Aufenthalts zu parkhausinternen Ladestationen zu dirigieren. Und je mehr Infrastruktur eingebaut wird, desto mehr Service kann ein Parkhausbetreiber seinen Kunden bieten. Auch das Bezahlsystem wird angepasst. Eine App ersetzt den klassischen Ticketautomaten, und das Bezahlen der Parkgebühr wird bequem über das Smartphone abgewickelt. 

"Nicht nur für die Autofahrer entstehen Vorteile durch den Parkhauspiloten", sagt Mossau. Parkhausbetreiber können ihre Standorte noch stärker auslasten. Die Fahrzeuge brauchen noch weniger Stellfläche - sie können viel enger geparkt werden, da niemand mehr nach dem Parkvorgang aussteigt. Bei der Kommunikation zwischen Fahrzeugen und Parkhausinfrastruktur setzt Volkswagen auf offizielle ISO-Standards. 2019 kommt die erste Modellreihe serienmäßig mit innovativer Kommunikationstechnologie, um ausgewählte verkehrsrelevante Informationen herstellerübergreifend auszutauschen. Dabei werden Informationen sowohl zwischen Fahrzeugen als auch zwischen Fahrzeugen und Parkhausinfrastruktur (Car-to-X) ausgetauscht. Denn allen ist klar: Unterschiedliche Systeme verschiedener Anbieter wird kein Parkhausbetreiber installieren.

TOGETHER - Strategie 2025

Die Zukunft der Mobilität findet zuallererst in den Städten und Metropolen statt. Hier ist das Potenzial zur Veränderung am größten. Daher investiert Volkswagen umfänglich in neue Zukunftstechnologien wie Elektromobilität, autonomes Fahren, digitale Vernetzung aller Verkehrsteilnehmer und neue Mobilitätsdienste.

Volkswagen versteht sich als Partner der Städte, um gemeinsam mit den Städten Ideen zu generieren, Kooperationen zu gestalten und Pilotprojekte wie das autonome Parken am Hamburg Airport durchzuführen.

In einem terminalnahen Parkhaus am Hamburg Airport testeten Experten das autonome Parken mit Volkswagen Fahrzeugen. Anfang des nächsten Jahrzehnts sollen erste Kunden den neuen Service des autonomen Parkens testen können.

In naher Zukunft werden im Parkhaus auch automatisierte Ladevorgänge stattfinden. Denkbar wäre dabei die Technologie des induzierten Ladens, bei der das Fahrzeug nur auf eine Ladeplatte gesteuert wird. Eine weitere technische Lösung könnte (wie hier im Bild) ein automatisch geführter Ladestutzen sein.

Wie weit die Spezialisten aus dem Hause Volkswagen schon sind, demonstrierten sie in Hamburg. Im Parkhaus des Hamburg Airports erbrachten sie den Beweis, dass autonomes Parken nicht mehr nur Zukunftsmusik ist. Im Rahmen der Mobilitätspartnerschaft mit der Stadt fuhren Fahrzeuge des Volkswagen Konzerns selbstständig durch das öffentliche Parkhaus - wenn auch noch in einem eigens dafür abgesperrten Bereich.

Zu Beginn des kommenden Jahrzehnts soll es dann so weit sein und der Parkhauspilot kann offiziell seinen Dienst aufnehmen. Und spätestens dann sollten Autofahrer wirklich darüber nachdenken, was sie mit der neu gewonnenen Freizeit anstellen möchten.

 

Zukunftstechnologien
by Volkswagen

Auch auf dem heimischen Parkplatz fährt das Fahrzeug selbstständig - fernbedientes Parken. Über das Smartphone kann der Fahrer das Fahrzeug mit dem gleichen Funktionsumfang wie beim "Park Assist" steuern lassen. Die Geschwindigkeit beim Ein- und Ausparken beträgt maximal 5 km/h. Dabei stoppt das Fahrzeug selbstständig bei Hindernissen, wenn der Fahrer die entsprechende Taste loslässt. Motor abstellen, Bremse anziehen und Türen verschließen - das ist dann mit der Funktion "Fernbedientes Abstellen" möglich.

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