Zwei Personen unterhalten sich neben einem roten ID.5 GTX auf einer Landstraße
Zwei Personen unterhalten sich neben einem roten ID.5 GTX auf einer Landstraße

Mobilität mit geringeren Umweltwirkungen von Volkswagen

Das und mehr erfährst du hier über Rohstoffe für E-Autos:

  • Durch die E‑Mobilität verändert sich der Bedarf an Rohstoffen.
  • Noch werden für E‑Auto-Akkus Graphit, Lithium, Mangan und Kupfer gebraucht.
  • Volkswagen forscht bereits an Batterietechnologien, für die weniger Ressourcen benötigt werden.
  • Thema Recycling: Altbatterien sollen wiederverwendet werden.

Rohstoffbeschaffung – verantwortungsbewusst

Elektromobilität eröffnet viele Chancen und bringt gleichzeitig neue Anforderungen mit sich. Mit dem wachsenden Bedarf an Batterien steigt auch der Bedarf an Rohstoffen wie Lithium, Kobalt oder Graphit. Umso wichtiger ist es, diesen Bedarf verantwortungsvoll zu decken.

Volkswagen arbeitet daran, den Rohstoffverbrauch Schritt für Schritt zu reduzieren und entwickelt Batteriekonzepte, die mit weniger kritischen Materialien auskommen, ohne Abstriche bei Leistung oder Lebensdauer. Ein zentraler Ansatz ist das Recycling. In der Pilotanlage in Salzgitter wird seit 2020 daran gearbeitet, einen geschlossenen Materialkreislauf aufzubauen, der wertvolle Rohstoffe wie Kobalt, Nickel und Lithium zurückgewinnt.

Ziel ist es, den Kobaltanteil weiter zu senken und Materialien über den gesamten Lebenszyklus effizienter zu nutzen. So werden Umwelt- und Sozialaspekte in der Lieferkette berücksichtigt.

Je nach Batterietyp unterscheidet sich die Materialzusammensetzung. NMC-Batterien bestehen vor allem aus Nickel, Mangan und Kobalt. LFP-Batterien basieren auf Lithium, Eisen und Phosphat. Beide Technologien haben unterschiedliche Anforderungen und Potenziale mit Blick auf Verfügbarkeit und Umweltwirkungen.

E-Auto Batterien

Die Rohstoffe, die für die Herstellung der Batterien in Elektrofahrzeugen benötigt werden, stammen aus verschiedenen Regionen der Welt. Ihre Beschaffung hat sowohl ökologische als auch soziale Implikationen, weshalb verantwortungsvolle Beschaffungsprozesse besonders wichtig sind.

Lithium ist ein wesentlicher Bestandteil der Batterien für Elektrofahrzeuge. Hauptförderland für Lithium ist derzeit Australien, das mit über der Hälfte des weltweiten Bedarfs den größten Anteil deckt. Auch Südamerika, speziell das sogenannte Lithium-Dreieck, trägt zur Versorgung bei.

Graphit, das in vielen Elektroauto-Batterien verwendet wird, wird hauptsächlich in China, Mosambik und Brasilien gewonnen. Es ist das einzige Nichtmetall, das Strom leiten kann und wird daher für die Herstellung von Anoden in Batterien benötigt.

Mangan ist ein weiterer Rohstoff, der für die Batterieproduktion unverzichtbar ist. Hauptförderregionen sind Südafrika, Australien und Gabun. Mangan wird vor allem genutzt, um die Formbarkeit von Stahl zu verbessern und ist daher auch in den Batterien von Elektroautos erforderlich.

Kupfer spielt eine Schlüsselrolle bei der Energieübertragung in Elektrofahrzeugen. Es wird hauptsächlich in Chile und Peru abgebaut. Rund 25 Kilogramm Kupfer werden für Kabel und Stromleiter einer 58 kWh-Batterie benötigt. Kupfer sorgt dafür, dass der Strom effizient durch das Fahrzeug fließt, was zur Gesamtleistung beiträgt.

LFP-Batterien nutzen statt Nickel, Mangan und Kobalt die Verbindung Lithum­eisenphosphat. Eisen und Phosphat sind weltweit reichlich verfügbar und werden unter anderem in China, Indien und den USA gewonnen. Der große Vorteil: Die breite globale Verfügbarkeit sorgt für stabile Lieferketten.

Nutzung und Wiederverwertung von Rohstoffen

Die Elektromobilität wächst rasant, und mit ihr auch der Bedarf an Rohstoffen wie Lithium, Nickel und Kobalt für die Batterieproduktion. Doch nicht nur der Abbau dieser Ressourcen steht im Fokus – auch die Frage, wie diese Materialien wiederverwertet werden können, wird immer wichtiger.

Wir setzen auf Kreislaufwirtschaft Volkswagen strebt an, bis zu 90 % der wertvollen Rohmaterialien aus den Batterien seiner Fahrzeuge zurückzugewinnen und erneut zu nutzen. Dies betrifft unter anderem Lithium, Nickel, Kobalt und Mangan. Durch dieses Kreislaufsystem können Ressourcen effizienter eingesetzt und Materialkreisläufe geschlossen werden.

Zum „Responsible Raw Materials Report 2024”

Wiederverwertung im „zweiten Leben“

Batterien, die für den Fahrzeugeinsatz nicht mehr geeignet sind, können je nach Zustand in stationären Speichersystemen weiterverwendet werden. Wird eine Batterie weiterverwendet, kann dies dazu beitragen, den Bedarf an neu produzierten Batteriespeichern zu verringern. Dadurch können – abhängig vom konkreten Einsatz und im Vergleich zur Neuproduktion – Rohstoffbedarf und damit verbundene CO₂‑Emissionen reduziert werden.

Demonstration vom Kreislauf einer Autobatterie
Ein Mann spricht mit dem Sprachassistenten eines VW ID.3 Neo

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Häufig gestellte Fragen (FAQ):

Für das Recycling von Lithium-Ionen-Batterien kommen hauptsächlich drei Verfahren zum Einsatz (welche in der Praxis auch kombiniert werden):

  • Pyrometallurgisches Verfahren: Durch Hochtemperatur­prozesse werden Metalle wie Nickel, Kobalt oder Kupfer zurückgewonnen.
  • Hydrometallurgisches Verfahren: Mittels chemischer Lösungen werden die Rohstoffe aus dem Akku gelöst.
  • Mechanische Aufbereitung: Die Batterie wird zerlegt, zerkleinert und in ihre Bestandteile getrennt.

Volkswagen recycelt E-Auto-Batterien am Standort Salzgitter mit einem innovativen, CO₂-sparenden Verfahren ohne Hochofen. Die Batterien werden geprüft, tiefenentladen, demontiert und zu Granulat zerkleinert. Daraus entstehen Aluminium, Kupfer, Kunststoffe und das „Schwarze Pulver“ mit Lithium, Nickel, Mangan, Kobalt und Graphit. Diese Rohstoffe werden sortenrein aufbereitet und wieder in der Batterieproduktion eingesetzt – mit über 90 % Rückgewinnung. Die Pilotanlage verarbeitet aktuell bis zu 3.600 Batteriesysteme pro Jahr.

Beim Recycling von Lithium-Ionen-Batterien können unter anderem folgende Materialien zurückgewonnen werden:

  • Lithium
  • Nickel
  • Kobalt
  • Mangan
  • Kupfer
  • Aluminium
  • Graphit (aus der Anode)
  • Kunststoffe

Ja, die Wiederverwendung von Rohstoffen reduziert den Bedarf an neu gewonnenen Materialien, deren Abbau und Verarbeitung besonders energieintensiv ist. Durch geschlossene Materialkreisläufe lassen sich die Treibhausgasemissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette verringern, wodurch auch die Gesamtökobilanz von Elektrofahrzeugen verbessert wird.