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Rohstoffgewinnung durch Recycling: Was passiert mit der ID. Batterie?

Elektromobilität macht lokal CO2-freies Fahren möglich. Insgesamt nachhaltiger wird sie aber erst, wenn sie auch bei der Herstellung von Batterien auf nachhaltige Lösungen setzt. Denn durch die aufwändige Rohstoffgewinnung ist die Batterie nicht nur wertvollste Komponente, sondern auch ein entscheidender Faktor in der Ökobilanz eines Elektroautos. Die Eröffnung unserer Recycling-Anlage in Salzgitter ist darum ein wichtiger Schritt, um die wertvollen Rohstoffe für neue Batterien zurückzugewinnen.

Kreislauf des Batterielebens: die Wertschöpfungskette

Als Herzstück der Elektromobilität hat die Hochvolt-Batterie den größten Anteil an der Wertschöpfung, stellt uns aber auch vor die größten Herausforderungen. Ziel ist die industrialisierte Rückgewinnung wertvoller Rohmaterialien wie Lithium, Nickel, Mangan und Kobalt im geschlossenen Kreislauf (Closed Loop) sowie von Aluminium, Kupfer und Kunststoff mit einer Wiederverwertungs-Quote von perspektivisch mehr als 90 Prozent. Darum haben wir bereits vor mehr als 10 Jahren begonnen, einen nachhaltigen Wertstoff-Kreislauf für Batterien zu entwickeln. Wir wollen den Bedarf an Energiespeichern in Zukunft vermehrt durch die Weiternutzung älterer, aber intakter Batterien in einem sogenannten "zweiten Leben" - zum Beispiel in flexiblen Schnellladesäulen - oder durch direktes Recyceln der enthaltenen Rohstoffe decken. Der verantwortungsvolle Umgang mit gebrauchten Batterien spielt für uns eine entscheidende Rolle.

Recycling am laufenden Band: die Anlage Salzgitter

Anfang 2021 wurde am Volkswagen Standort Salzgitter zudem die erste Anlage zur Weiterentwicklung unseres innovativen Recycling-Verfahrens eröffnet, welches eine über 90-prozentige Rückgewinnung und Wiederverwertung wertvoller Rohmaterialien möglich machen kann. Eine weitere Besonderheit der Anlage: Hier werden nur Batterien recycelt, die nicht mehr anderweitig verwendet werden können. Größere Mengen an Batterie-Rückläufern werden allerdings frühestens in etwa zehn Jahren erwartet, darum ist die Anlage zunächst auf das Recycling von bis zu 3.600 Batteriesystemen im Jahr ausgelegt.

Aus alt mach neu: der Recycling-Prozess

Das Besondere unseres innovativen Verfahrens: Der CO2-sparende Recycling-Prozess kommt ohne das energetisch aufwendige Einschmelzen im Hochofen aus. Zunächst werden die gebrauchten Batteriesysteme geprüft, tiefenentladen und demontiert. Die Einzelteile werden dann im Zerkleinerer zu Granulat zerrieben, das anschließend getrocknet wird. Neben Aluminium, Kupfer und Kunststoffen wird dabei vor allem das wertvolle "Schwarze Pulver" gewonnen, das die wichtigen Batterie-Rohstoffe Lithium, Nickel, Mangan und Kobalt sowie Graphit enthält. Im letzten Schritt folgt nun die sortenreine Trennung, die bei spezialisierten Partnern erfolgt. Dabei wird das Pulver mit Wasser und chemischen Mitteln weiterbehandelt, um die einzelnen Rohstoffe zu filtern und aufzubereiten. 

Blick in die Zukunft: Einsparung durch Wiederverwendung

Der Vorteil: Mit unserer Anlage in Salzgitter schaffen wir einen nachhaltigeren Wertstoff-Kreislauf und decken im Bereich der Batteriezellfertigung die gesamte Wertschöpfungskette der Batterie ab - von den Rohstoffen über die Produktion bis hin zum Recycling. So können wir wesentliche Bestandteile alter Batteriezellen bei der Herstellung neuer Batteriesysteme nutzen. Denn aus der Forschung wissen wir, dass recycelte Rohstoffe genauso leistungsfähig sind wie neue. Pro 62 kWh-Batterie, die aus recyceltem Material und Ökostrom gefertigt wird, lässt sich über eine Tonne CO2 einsparen. Damit ist die Batterie-Recycling-Anlage ein großer Schritt auf dem Weg zur CO2-neutralen Mobilität.

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