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Mikro, aber oho. 

 

Text Jan Strahl          Fotos Benne Ochs

 

Mikromobilität bedeutet, mit Spaß und umweltschonend durch die Stadt zu cruisen. Was nach einer völlig neuen Erfahrung klingt, kann schon bald der Mobilitätsalltag sein - dank der innovativen e-Fahrzeuge Cityskater und Streetmate von Volkswagen.

Volkswagen Elektromobilitäts-Experte Christopher Möllers pendelt zwischen Wohnort und Arbeitsplatz. Doch wenn er sein Auto abstellt, ist er noch nicht am Ziel. Die brillante Lösung, um seine letzte Meile zurückzulegen, liegt zusammengeklappt in seinem Kofferraum ...


Neugierige Blicke, interessiertes Gemurmel, zustimmendes Kopfnicken der Passanten - wer sich mit den beiden Volkswagen Masterminds Carsten Camrath und Christopher Möllers in der Öffentlichkeit zeigt, erlebt spontane Begeisterung. Allerdings liegt der Grund für das Aufsehen nicht etwa an deren Ähnlichkeit mit prominenten Sport- oder Popstars. Für den Zuspruch sind die auffälligen futuristischen Fahrzeuge verantwortlich, die beide für ein Fotoshooting mitgebracht haben. Die weiß lackierten, elektrisch angetriebenen Designobjekte tragen die Bezeichnungen Cityskater und Streetmate. "Es ist schon ungewöhnlich, wie viel Interesse und positives Feedback wir auf der Straße bekommen, wenn wir die Fahrzeuge dabei haben. Ich hätte spontan bereits einige Exemplare verkaufen können", erklärt Carsten Camrath, der als Leiter Mikromobilität ein Exemplar der Designstudie Streetmate dabei hat. "In Serienproduktion wird der Streetmate nicht viel mehr kosten als ein Markenmotorroller mit Verbrennungsmotor", sagt Camrath. Und mit dem Vergleich definiert er auch gleich den Einsatzbereich des e-Scooters: Distanzen bis zu 60 km mit einer Akkuladung und eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 45 km/h zeichnen den Streetmate aus. "Im Gegensatz zu einem Verbrenner fährt er lokal emissionsfrei und nahezu lautlos", so Camrath weiter. Sein Kollege Christopher Möllers ergänzt: "Die Elektrofahrzeuge sind unglaublich effizient, ihr Wirkungsgrad ist extrem hoch. Etwa 80 Prozent der Kraft, die der Elektromotor erzeugt, gehen direkt auf die Straße. Bei einem Roller mit Verbrennungsmotor sind es nur 20 bis 30 Prozent. Der Rest verpufft im wahrsten Sinne des Wortes."

Hier kommt der Volkswagen Cityskater ins Spiel beziehungsweise aus dem Kofferraum. Mit ihm lässt sich das verbleibende Wegstück zum Ziel überbrücken - die sogenannte Last Mile (dt. letzte Meile). Aufgeklappt und einsatzbereit ist der Cityskater in Sekundenschnelle.


"Es macht einfach Spaß, mit Cityskater oder Streetmate zu fahren. Man erscheint entspannt an seinem Ziel."


Elektrisch angetrieben via Hinterrad, fährt der Cityskater auf drei Rädern (zwei vorn, eines hinten) durch die Stadt. Anders als ein Skateboard oder Roller besitzt er je ein Trittbrett mit eigenem Rad für jedes Bein. Eine Steuerstange liefert den nötigen Halt, gelenkt wird - ähnlich wie beim Skifahren - durch die intuitive Gewichtsverlagerung von einem auf das andere Bein. Per Handgriff am Steuerstab lässt sich das Board starten, beschleunigen und bremsen.


Ein neues Fahr- und Lebensgefühl.

Möllers ist als Senior Innovation Manager unter anderem zuständig für den Cityskater, der bereits im Frühjahr 2019 in Serienproduktion gehen wird. In Abgrenzung zum Streetmate erreicht der Cityskater eine geringere Geschwindigkeit von bis zu 20 km/h und eine Reichweite von etwa 15 km. Der e-Roller lässt sich zusammenklappen und leicht im Kofferraum verstauen. Damit bietet er eine Lösung für die sogenannte Last Mile" das letzte Wegstück, wenn das eigene Auto beispielsweise auf einem Sammelparkplatz am Rand der City abgestellt wird. Bis zum Büro, zum Theater oder zur Shopping-Mall wird der letzte Streckenabschnitt dann mit dem Cityskater zurückgelegt. "Der Bedarf an Mobilität wird immer größer, der Raum für Fahrzeuge immer kleiner. Deshalb muss und wird sich der Verkehr im städtischen Raum in den nächsten Jahren enorm verändern. Einen wichtigen Beitrag leistet Volkswagen dabei mit unseren Lösungen für die sogenannte Mikromobilität." Die kleinen Fahrzeuge - Cityskater und Streetmate machen nur den Anfang in diesem Segment - finden überall einen "Parkplatz" und fahren nahezu lautlos und lokal emissionsfrei. "Aber es sind nicht nur die rationalen Gründe, die für diese Fahrzeuge sprechen", betont Camrath. "Es handelt sich um sehr emotionale Produkte, die für ein völlig neues Lebensgefühl in der Stadt sorgen werden. Es macht einfach Spaß, mit Cityskater oder Streetmate zu fahren, man kommt an der Ampel mit anderen ins Gespräch, kann spontan an einem Café halten und erscheint entspannt an seinem Ziel."


"Diese Fahrzeuge werden nicht nur die Mobilität verändern, sondern auch das Aussehen unserer Städte."


Voraussichtlich werden anfangs die eher technikinteressierten Städter im Alter zwischen 25 und 45 Jahren die Mikromobile kaufen, weil sie die e-Scooter als schicke Lifestyle-Accessoires verstehen. Doch Möllers hat eine klare Meinung, für wen Cityskater und Streetmate entwickelt wurden: "Die Produkte sind für alle, wirklich alle, die sich komfortabel und sauber fortbewegen wollen. Sie können bis ins hohe Alter problemlos genutzt werden und setzen keine besonderen Fähigkeiten voraus. Aber über die private Nutzung hinaus werden die Fahrzeuge auch für Geschäftskunden interessant sein. Lieferdienste, die Waren über die letzte Meile - beispielsweise durch eine Fußgängerzone - bringen müssen, können unsere Fahrzeuge nutzen. Dort, wo Autos nicht weiterkommen oder -dürfen, kommt auch die Mikromobilität zum Zuge." Am Erfolg des Konzepts gibt es für Möllers keinen Zweifel: "Diese Fahrzeuge werden nicht nur die Mobilität verändern, sondern auch das Aussehen unserer Städte. Stadtplaner werden sie in Zukunft berücksichtigen, es werden überall Lademöglichkeiten und Stellplätze entstehen."

 

Digital umfangreich vernetzt.

Für Cityskater und Streetmate wird es Apps geben, die sich via Smartphone mit den Fahrzeugen verbinden. "Die App für den Cityskater wird Informationen über die verbleibende Reichweite, mein Geschwindigkeitsprofil und die gefahrene Strecke anzeigen", erklärt Möllers. 

 

Die Funktionalitäten der Streetmate App könnten noch etwas weitergehen. Ein gekoppeltes Smartphone zeigt Infos wie den Standort des Streetmate an. Darüber hinaus schlägt die App Alarm, falls Unberechtigte einen Startversuch wagen. Das Starten gelingt ohnehin nur, wenn die App den User als berechtigten Fahrer ausweist - das Smartphone wird so zum digitalen Schlüssel. Auch das Display am Lenker der Studie (Auflösung: 1.440 × 2.560 Pixel) lässt sich mit dem Handy verbinden und erhält von dort unter anderem Navigationsdaten.

Als Leiter Mikromobilität bei Volkswagen kennt Carsten Camrath die Vorzüge des Streetmate wie kein anderer und ist zu 100 Prozent überzeugt von dem Konzept: "Ich wäre bereit, meinen Dienstwagen gegen einen Streetmate einzutauschen", sagt er.


Der Streetmate ist für mittlere Distanzen - etwa von einem Stadtteil zum anderen - im urbanen Bereich konzipiert. Er kann im Stehen oder auf dem herausklappbaren Sitz gefahren werden. Die Bedienung und das Fahren des Streetmate sind einfach: Die elektrische Leistung wird per Daumen am Lenker abgerufen. Für das Fahren des versicherungs- und zulassungspflichtigen e-Scooters sind in Europa Helm und Führerschein vorgeschrieben.


Für Carsten Camrath sind einzelne Apps aber erst der Anfang einer ganzheitlichen digitalen und mobilen Lösung, die alle Mobilitätsangebote von Volkswagen bündelt. "In naher Zukunft werde ich alle Mobilitätsdienstleistungen, die ich benötige, aus einer App von meinem Smartphone aus verwalten können", sagt Camrath. "Ich kontrolliere das Lademanagement meines eigenen Elektroautos daheim, während ich in einer anderen Stadt am Flughafen bin und mein Car-Sharing buche, das mich ins dortige Zentrum bringt. Gleichzeitig reserviere ich mir einen e-Roller, mit dem ich die Einkaufspassagen, Museen und Sehenswürdigkeiten erkunden kann. Irgendwann zeigt mir die App an, dass ich zurück zum Flughafen muss, mein Ride-Hailing-Shuttle (per App organisierte Mitfahrgelegenheit) am Heimat-Airport bereitstehen wird und mein Elektroauto für die morgige Familienausfahrt komplett aufgeladen ist." Die Zukunft der Mobilität wird herrlich einfach, ist sich Camrath sicher.

Mit seinem klaren Produktdesign hebt sich der Streetmate deutlich von der schwerfälligen Optik konventioneller (Motor-)Roller ab. Dazu trägt der kleine, im Hinterrad integrierte Radnaben(elektro)motor bei. Auch der Cityskater setzt auf ausgefeiltes Design bis ins Detail. Beide Fahrzeuge übertragen die hohen Qualitätsansprüche von Volkswagen in Sachen Design, Material und Verarbeitung auch in das neue Segment Mikromobilität.


"In Gedanken sehe ich mich schon mit dem Cityskater durch den Central Park fahren."


Näher dran und aktiver unterwegs.

Abgesehen vom alltäglichen Arbeitsweg oder Einkaufen lassen sich die e-Scooter also auch bei Besuchen in anderen Städten einsetzen - ob beim Businesstrip oder zum Sightseeing. Wohin würde es die beiden Volkswagen Experten mit den neuen Mobilitätsmöglichkeiten ziehen? "Ganz klar New York", entgegnet Christopher Möllers ohne jede Bedenkzeit. "Ich mag diese Stadt der Städte, und natürlich wäre es das Größte, sie mit dem Cityskater zu erkunden. In Gedanken sehe ich mich schon durch den Central Park fahren." Carsten Camrath möchte sich auf keine konkrete Stadt festlegen, sondern sieht die Einsatzmöglichkeiten "überall, wo ich mich aufhalte. Denkbar wäre auch, meine eigene Heimatstadt völlig neu zu entdecken. Mit dem Streetmate hat man die Reichweite und Geschwindigkeit für größere Erkundungstouren. Doch man bewegt sich viel näher am Geschehen, nimmt die Umwelt viel aktiver wahr, und bestimmt lassen sich interessante Orte entdecken, an denen ich bisher nur vorbeigefahren bin." Wie Millionen andere, die in den kommenden Jahren die neuen Mobilitätslösungen von Volkswagen nutzen werden, möchte Camrath seinen Wohnort völlig neu erfahren. "Aber nicht nur den, ich möchte den Streetmate eigentlich immer dabei haben. Egal ob in Dubai, Jakarta oder irgendeiner kleinen Stadt an der Côte d'Azur - diese Konzepte machen das Leben überall einfacher und lebenswerter." 

 

Wir bedanken uns bei der AUTOSTADT und dem phæno für die Zusammenarbeit und Unterstützung.

Technische Daten zu Cityskater und Streetmate

 

Cityskater
Antrieb: elektrisch, e-Motor
Leistung: 450 Watt (Höchstleistung)
Batterie: Lithium-Ionen-Akku
Nennkapazität: 200 Wh
Höchstgeschwindigkeit: bis zu 20 km/h
Reichweite: bis zu 15 km
Gewicht: < 15 kg
Maße: 850 mm lang, fahrbereit 1.170 mm hoch, eingeklappt 330 mm hoch

 

Streetmate
Antrieb: elektrisch, e-Motor
Leistung: 2 kW
Batterie: Lithium-Ionen-Akku
Nennkapazität: 1,8 kWh
Höchstgeschwindigkeit: bis zu 45 km/h
Reichweite: bis zu 60 km
Gewicht: 65 kg


Zukunftstechnologien
by Volkswagen

 

Volkswagen strebt eine Entwicklung zum weltweit größten e-Mobilitätsanbieter an. Dabei setzt Volkswagen das Thema ganzheitlich um und wird innerhalb weniger Jahre das gesamte Spektrum der Elektromobilität abdecken. Vom bereits als Studie gezeigten Oberklasse-Flaggschiff ID. VIZZION über den multivariablen und ikonisch designten ID. BUZZ, das geräumige SUV ID. CROZZ und den kompakten ID. bis hin zu den Mikromobilitätsfahrzeugen Streetmate und Cityskater.


Veröffentlicht: Dezember 2018

Die Mikromobilitäts-Fahrzeuge sind seriennahe Studien.

 

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