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Elektroroller kommen an Das erwartet dich beim Umstieg auf den E-Flitzer

Elektroroller kommen an Das erwartet dich beim Umstieg auf den E-Flitzer

Leise und dynamisch - der Elektroroller erobert die Straße im Sturm. Warum immer mehr Menschen die elektrischen Straßenflitzer fahren und was du über die Besonderheiten des E-Rollers wissen solltest, liest du im Faktencheck.

Das erfährst du hier:

  • Warum der E-Roller beliebt ist und das Portemonnaie schont
  • Welche Motorleistung du für echten Fahrspaß brauchst
  • Worauf du bei der Auswahl des Akkus achten solltest
  • Welche Extras sich lohnen

 

Es stimmt, noch sind Elektroroller im Durchschnitt teurer als Benziner - allerdings nur beim Kauf. Durch die niedrigen Betriebskosten fährst du den Anschaffungspreis innerhalb von ein bis zwei Jahren wieder rein. Die Gründe: Strom ist günstiger als Benzin. Je nach Stromanbieter kosten dich 100 Kilometer auf einem Elektroroller nur einen Euro. Und auch bei der Instandhaltung kommt dir der Elektromotor entgegen. Denn der elektrische Roller besitzt keine wartungsanfälligen Teile wie Getriebe oder Auspuff und er benötigt keinen Ölwechsel.

Gemeinsam vorankommen:

Volkswagen und der Elektroroller-Spezialist „Niu“ arbeiten in Zukunft zusammen an neuen Modellen.

Reichweite: gebaut für den Stadtverkehr

Laut "europäischem Verband der Motorradhersteller" stieg die Nachfrage nach Elektrorollern Anfang 2018 um 51 Prozent. Ein Grund, warum der e-Roller so beliebt ist: Mit einer Reichweite von 50 bis 150 Kilometern ist er perfekt für den Stadtverkehr geeignet. Schnell zur Arbeit düsen oder zum Shoppen in die Innenstadt? Kein Problem mit dem E-Roller - genauso wenig wie die Parkplatzsuche. Laden kannst du ihn dank des abnehmbaren Akkus bequem an jeder Haushaltssteckdose. Und falls du längere Strecken mit dem E-Roller planst, pack einfach einen Ersatzakku ein. Damit kannst du die Reichweite noch einmal um bis zu 100 Kilometer steigern.

Wie weit dein Elektroroller mit einem vollen Akku kommt, hängt vor allem davon ab, wie viel Energie der Akku speichern kann. Das variiert bei den Herstellern von Modell zu Modell. Was die Reichweite generell reduziert, sind eine nasse Fahrbahn, Gegenwind und Kälte. Als Richtwert: Im Winter kann die Akkuleistung um 10 bis 20 Prozent sinken.

Motorleistung: Fahrspaß gehört zur Basisausstattung

Im Vergleich zum Benzin-Motorroller liefert der E-Motor auch beim Fahrspaß Vorteile. So bekommst du vom ersten Moment an die dynamischere Fahrweise zu spüren. Der Grund: Das volle Drehmoment steht sofort zur Verfügung und nicht erst ab einem bestimmten Drehzahlbereich. Bei fast allen Elektroroller-Modellen hast du die Wahl zwischen einer Maximalgeschwindigkeit von 45 km/h (Kleinkraftrad) und 25 km/h (Mofa-Roller).

Tipp: Du fährst meist auf eher flachen Strecken? Dann reichen 2000 Watt Akkukapazität vollkommen aus, um gut voranzukommen. Bei Steigungen ab 15 Prozent macht mehr Akkuleistung mehr Spaß. Sonst schleichst du ständig den Berg hoch, statt zu flitzen.

Akku-Typen: Lithium schlägt Blei

Beim Kauf eines Elektrorollers hast du die Wahl zwischen Blei- und Lithium-Ionen-Akkus. Der Bleiakku ist zunächst günstiger und unempfindlicher gegenüber Kälte, er ist allerdings auch schwerer. Das verringert die Reichweite. Außerdem ist die Lebenszeit des Akkus aufgrund des Memory-Effekts insgesamt kürzer.

Diese Gefahr besteht beim Lithium-Akku nicht. Zudem ist er mit vier bis fünf Stunden im Schnitt zwei bis drei Stunden schneller vollgeladen als ein Blei-Akku. Auf 70 Prozent Akkuladung kommst du sogar bereits nach zwei Stunden und auch die praktischen Zusatzakkus für mehr Reichweite gibt es nur für Rollermodelle mit Lithium-Ionen-Akkus. Für langanhaltenden Fahrspaß lohnt es sich also, etwas mehr Geld zu investieren, zumal die Preise für den Lithium-Akku stetig sinken und die Reichweiten gleichzeitig laufend verbessert werden.

Sicherer Fahrspaß:

Bei allen Rollern mit einer Maximalgeschwindigkeit über 20 km/h besteht Helmpflicht.

Für E-Roller-Einsteiger: Sharing-Angebote

Falls du zunächst testen möchtest, wie sich so ein Elektroflitzer fährt, bevor du weiter über einen Kauf nachdenkst: Wie bei Pkw gibt es auch für Elektroroller Sharing-Angebote. Tipp zum Start: Nicht gleich im Berufsverkehr losfahren, sondern lieber erstmal ein paar Runden in einer ruhigen Straße oder auf einem leeren Parkplatz drehen. Die dynamische Fahrweise kann anfangs ungewohnt sein. Helm nicht vergessen!