Roter VW Tiguan R-Line fährt auf Landstraße
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Drehmoment bei Autos

Quick Fakts, Bedeutung und Vorteile vom Drehmoment bei Autos.

Q­uick Facts zu Drehmoment bei Autos

  • Unter Drehmoment versteht man bei Autos die Kraft, die unter einem Hebelarm auf einen Drehpunkt einwirkt.
  • Drehmoment berechnen: Drehmoment = Kraft x Hebelarm
  • Die physikalische Einheit für die Angabe von Drehmoment heißt Newtonmeter (Nm).
  • Ein hohes Drehmoment bei niedriger Drehzahl ist das Optimum, wenn es um effiziente Leistung eines Motors geht. Auch ein möglichst konstantes Drehmoment bei einem großen Drehzahlbereich verspricht leistungsstarken Fahrspaß.
  • Das Drehmoment ist auch bei Elektromotoren eine relevante Größe, kann im Gegensatz zu Verbrennungsmotoren schneller greifen und sorgt für zügiges Anfahren.

Was bedeutet Dreh­moment bei Autos?

Das Drehmoment beschreibt die Kraft, die mithilfe eines Hebels auf einen Drehpunkt einwirkt. Während Kraft Dinge linear beschleunigt, versetzt das Drehmoment sie über den Hebelarm in Drehung. So wirkt die vom Motor erzeugte Kraft auf die Kurbelwelle, also in einer Rotation um eine Achse. Angegeben wird das Drehmoment eines Motors in der Einheit Newtonmeter (Nm). Und wie kann man sich das Drehmoment ausrechnen? Folgende Formel wird zur Berechnung des Drehmoments hergenommen:

Drehmoment = Kraft x Hebelarm

Hierzu ein Beispiel: Wirkt eine Kraft von 100 Newton auf einen 2m langen Hebel entsteht ein Drehmoment von 200 Nm.

100 N x 2m = 200 Nm

Fahreransicht im VW Tiguan mit Navigationshinweisen des Head-up-Displays auf der Frontscheibe.

Was sagt das Dreh­moment eines Motors aus?

Das Drehmoment ist eine physikalische Größe, die in vielen Bereichen relevant ist. Aber was sagt das das Drehmoment über den Motor eines Autos aus? In Bezug auf Fahrzeuge und Motoren zeigt das Drehmoment auf, wie rasch der Motor auf das Gaspedal reagiert. Genauer gesagt, wie schnell die geforderte Kraft durch das Betätigen des Gaspedals im Motor durch die Drehung umgesetzt wird. Idealerweise hat ein Motor ein möglichst hohes Drehmoment bei niedriger Drehzahl. Gleichermaßen ist ein möglichst großer Drehzahlbereich für angenehmes Fahrverhalten und effektiven Kraftverbrauch ideal.

Der Drehmomentverlauf des 1,4l TSI Twincharger-Motors wird diesen Anforderungen gerecht: Hohes Drehmoment von 250 Nm bereits bei einer niedrigen Drehzahl von 1.500 1/min und konstanter Verlauf bis in hohe Drehzahlbereiche (bis 4.500 1/min). Das signalisiert kräftigen Durchzug beim Anfahren und Überholen und damit hohen Fahrspaß.

VW T-Roc R fährt auf Landstraße

Die Vorteile eines hohen Drehmoments

Elektromotor hohes Drehmoment

Elektromotoren mit hohem Drehmoment sind besonders leistungsstark und finden Anwendung in Situationen, in denen eine hohe Drehkraft erforderlich ist. Die Verwendung von Elektromotoren mit hohem Drehmoment ermöglicht eine präzise Steuerung und Anpassung an die Anforderungen verschiedener Aufgaben.

Getriebemotor hohes Drehmoment

Ein Getriebemotor mit hohem Drehmoment ist in verschiedenen Anwendungen entscheidend, insbesondere wenn eine hohe Drehkraft benötigt wird.

Das Dreh­moment bei Elektro­motoren

Auch bei Elektromotoren gibt es auch ein Drehmoment. Die Wirkung ist aber im Vergleich zu Verbrennungsmotoren etwas anders, wobei es hier auf den jeweiligen Motor und die Bauweise ankommt. Der Vorteil bei Elektromotoren ist, dass das Drehmoment bei den meisten Modellen bereits bei niedriger Drehzahl des Motors sehr hoch ist und eine schnelle Beschleunigung ermöglicht wird. So kann der Elektromotor auch unter Last sofort volle Leistung bringen, während Verbrennungsmotoren zur Umsetzung des Drehmoment bei niedriger Drehzahl etwas länger brauchen. Ist man viel in der Stadt unterwegs, wo Stop-and-Go-Verkehr an Ampel oder Zebrastreifen häufig vorkommt, kann das hohe Drehmoment von Elektromotoren das Anfahren erleichtern. Ein Umstieg auf Elektromobilität und unsere ID. Modelle zahlt sich somit aus!

Der ID.4 GTX von VW fährt in eine Kurve

Unterschied von Drehmoment beim Motor und Reifenwechsel

Beim Motor bezieht sich Drehmoment auf die erzeugte Kraft, die die Räder antreibt. Es ist entscheidend für die Fahrzeugleistung. Beim Reifenwechsel hingegen bezeichnet Drehmomentdas Anziehen der Radschrauben. Das richtige Drehmoment beim Reifenwechsel gewährleistet die Sicherheit und Lebensdauer der Reifen, während das Drehmoment beim Motor die Fahrdynamik und Leistung beeinflusst. In beiden Fällen ist das Verständnis und die korrekte Anwendung des Drehmoments entscheidend, aber die Kontexte sind unterschiedlich.

Ein weißer VW Polo GTI mit Design-Paket „Black Style“ steht in einer dunklen Halle, Leuchtstreifen reflektieren sich auf dem Lack.

Häufig gestellte Fragen (FAQ):

Das Drehmoment (Newtonmeter bzw. Nm) beschreibt die Drehkraft, die der Motor über Getriebe und Kurbelwelle an die Räder abgibt. Dieser Wert bestimmt, wie stark die Drehung sein muss, damit das Fahrzeug bewegt werden kann. Dementsprechend beeinflusst das Drehmoment vor allem die Anfahrleistung, die Beschleunigung aus niedrigen Geschwindigkeiten und die Souveränität beim Überwinden von Steigungen.

Beides ist wichtig, jedoch erfüllen sie im Auto unterschiedliche Aufgaben. Das Drehmoment beeinflusst das Fahrgefühl bei niedrigen und mittleren Geschwindigkeiten, etwa beim Anfahren, Beschleunigen oder Ziehen eines Anhängers. Die PS (= Leistung) entscheiden darüber, wie lange und wie stark diese Kraft bei höheren Drehzahlen zur Verfügung steht, z. B. bei hohen Geschwindigkeiten auf der Autobahn.

Die Drehzahl beschreibt, wie schnell sich der Motor dreht (U/min), das Drehmoment, wie kräftig er dabei arbeitet (in Nm). Zusammen ergeben sie die Motorleistung eines Autos.

Nein, nicht immer. Allerdings sind viele moderne Motoren so ausgelegt, dass sie ihr maximales Drehmoment bereits bei niedrigen Drehzahlen erreichen – insbesondere Diesel-Fahrzeuge (ab 1.500–3.500 U/min), Turbobenziner (ab 1.500 U/min bis 4.000–5.000 U/min) und Elektroautos (sofort).

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