Ein roter ID.7 Tourer GTX mit Dachbox steht im Schnee vor einem Wohnhaus.
Ein roter ID.7 Tourer GTX mit Dachbox steht im Schnee vor einem Wohnhaus.

Ladeleistung im Winter optimieren

Kalte Temperaturen und Frost können die Leistung und damit auch die Reichweite von E-Fahrzeugen beeinträchtigen. Doch es gibt Möglichkeiten, die Reichweite auch in der kalten Jahreszeit zu optimieren. Erfahre hier, wie niedrige Temperaturen die Performance der Lithium-Ionen-Batterien beeinflussen und wie du mit einfachen Tipps die Performance und Reichweite im Winter verbessern kannst.

Warum beeinflusst Kälte die Leistung von Lithium-Ionen-Batterien?

So bleibt deine Batterie auch bei Kälte leistungsfähig: Bei niedrigen Temperaturen kann der Energiebedarf steigen und die Reichweite sinken. Vorklimatisieren, während das Fahrzeug am Stromnetz angeschlossen ist, kann den Energiebedarf aus der Batterie für die Innenraumheizung vor der Abfahrt reduzieren. Die tatsächliche Wirkung hängt von Fahrzeug und Bedingungen ab.

Lass die Batterie also möglichst nicht auskühlen. Stelle dein Fahrzeug an kalten Tagen an einem geschützten Ort ab – am besten in einer Tiefgarage – und schließe es zum Laden an. So kannst du das Fahrzeug vor dem Start vorklimatisieren und die Batterie auf optimale Betriebstemperatur bringen. Das spart Energie und erhöht den Komfort schon beim Einsteigen.

So erhöhst du die Reichweite im Winter

Im Winter benötigen Innenraum- und Batterieheizung Energie aus der Hochvoltbatterie und können die Reichweite verringern. Je nach Modell und Ausstattung kann eine Wärmepumpe den Energiebedarf für die Innenraumheizung reduzieren. Die mögliche Reichweitenwirkung hängt unter anderem von Temperatur, Fahrzeugkonfiguration und Nutzung ab.

Weitere Tipps zur Nutzung der verfügbaren Reichweite im Winter.

Tipp 1

Stadt mit Stufe B, über Land in Stufe D

In jedem ID. Modell kannst du zwischen den Fahrprogrammen B und D wählen. Der B-Modus („Brake“) ist besonders für die Stadt geeignet: Sobald du den Fuß vom Fahrpedal nimmst, rekuperiert das Auto stark – das heißt, es bremst mit dem Elektromotor im Heck und wandelt die Bewegungsenergie in elektrische Energie um, die in der Batterie gespeichert wird. Der D-Modus („Drive“) eignet sich dagegen ideal für Landstraße und Autobahn: Lässt du hier das Pedal los, rollt das Auto fast ohne Verzögerung weiter – es „segelt“ und nutzt dabei seine Bewegungsenergie. So ermöglichen die ID. Modelle lange Gleitphasen.

Ein roter VW ID.7 Tourer GTX fährt bei Sonnenuntergang auf einer Landstraße. Die untergehende Sonne wirft ein warmes, goldenes Licht auf die Umgebung und das Fahrzeug.
Tipp 2

Eco Modus nutzen

Oberhalb von zirka 60 km/h ist der Luftwiederstand ein immer stärker werdender Faktor. Mit zunehmender Geschwindigkeit steigt der Luftwiderstand. Dadurch kann sich der Energieverbrauch erhöhen und die verfügbare Reichweite verringern

Fahre deshalb vorausschauend und nutze wo möglich die Segelfunktion. Wähle in der Fahrprofilauswahl den Eco-Modus: Er reduziert die Leistung der Klimaanlage leicht und dämpft das Abnsprechverhalten des Elektromotors. Das Fahrzeug beschleunigt dadurch spürbar sanfter, kann jedoch durch Kick-down übersteuert werden.

Roter ID.7 GTX steht im Schnee vor dem Wald.
Tipp 3

Fahrerassistenzsysteme nutzen

Alle ID. Modelle verfügen serienmäßig über den „Eco Assistent“. Er nutzt Navigationsdaten und Verkehrszeichen, um dich aktiv bei einer vorausschauenden Fahrweise zu unterstützen. Nähert sich dein Auto zum Beispiel einer Kurve oder Ortschaft, zeigt dir das System rechtzeitig an, wann du den Fuß vom Fahrpedal nehmen solltest. Außerdem verstärkt der „Eco Assistent“ die Rekuperation automatisch, wenn es sinnvoll ist.

Eine Frau geht durch den Schnee auf einen roten VW ID.7 Tourer GTX zu, der in einer winterlichen Landschaft steht.
Tipp 4

Klima und Heizung sparsam einsetzen

Heizung und Klimaanlage verbrauchen zusätzliche Energie. Überlege dir daher genau, wann du welche Komfortfunktionen benötigst, und setze sie bewusst ein. Oft genügt es, an kühlen Tagen statt der kompletten Innenraumheizung gezielt die Sitz- oder Lenkradheizung zu nutzen. Sitz- und Lenkradheizung erwärmen gezielt die Kontaktbereiche und können je nach Nutzung weniger Energie benötigen als das Aufheizen des gesamten Innenraums.

Eine Frau sitzt auf dem Beifahrersitz eines VW ID.4 GTX und schaut nach hinten in das Fahrzeug direkt in die Kamera.
Tipp 5

Reifendruck kontrollieren

Ein zu niedriger Reifendruck kann den Rollwiderstand und damit den Energieverbrauch erhöhen. Prüfe daher regelmäßig den empfohlenen Reifendruck

Detailansicht der Front-Lichtsignatur eines roten VW ID.4 GTX.
Tipp 6

Vor­kondi­tionierung nutzen

Solange dein E-Auto noch am Ladekabel hängt, solltest du das Fahrzeug idealerweise vor dem Losfahren vorkonditionieren – also den Innenraum sowie die Batterie vorheizen. Am einfachsten geht das über die Volkswagen App. Beim Vorkonditionieren am Ladekabel kann ein Teil der benötigten Energie direkt aus dem Stromnetz bezogen werden. Dadurch steht zu Fahrtbeginn mehr Energie aus der Batterie für die Fahrt zur Verfügung. Besonders bei den neuesten ID. Modellen kannst du beides – Innenraum und Batterie – komfortabel am Netz vorwärmen.

Detailansicht des Ladevorgang am roten VW ID.4 GTX.
Tipp 7

Unnötiges Gewicht vermeiden

Entferne nach der Urlaubsfahrt Dach- oder Heckträger am besten gleich wieder, denn sie erhöhen nicht nur den Luftwiderstand, sondern bringen auch unnötiges Zusatzgewicht mit sich. Auch im Kofferraum sollten Getränkekisten und andere schwere Gegenstände keine Dauergäste sein. Zusätzliches Gewicht und Anbauten können den Energieverbrauch erhöhen und damit die verfügbare Reichweite beeinflussen.

Ein roter ID.7 Tourer GTX mit Dachbox steht im Schnee vor einem Wohnhaus.

So kommst du gut durch die kalte Jahreszeit

ID. Modelle nutzen ein Thermomanagement für den Betrieb bei Kälte. Für längere Winterfahrten sollten ausreichende Ladestopps eingeplant werden. Vorklimatisieren am Stromnetz und eine Fahrweise mit geringerem Energiebedarf können helfen, Reichweite zu erhalten. Die tatsächliche Reichweite variiert je nach Bedingungen.

Ein Mann spricht mit dem Sprachassistenten eines VW ID.3 Neo

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Häufig gestellte Fragen (FAQ):

Ladeleistung und Entladeleistung sind Begriffe, die angeben, wie schnell ein Akku (wie die Batterie eines Elektroautos) aufgeladen oder entladen werden kann.

Ladeleistung bedeutet:

  • Wie viel Energie pro Zeiteinheit in die Batterie geladen werden kann.
  • Gemessen wird sie üblicherweise in Kilowatt (kW).
  • Beispiel: Eine Ladeleistung von 100 kW beschreibt, wie schnell der Batterie unter geeigneten Bedingungen Energie zugeführt werden kann.

Entladeleistung bedeutet:

  • Wie viel Energie pro Zeiteinheit aus der Batterie entnommen wird, z. B. für den Antrieb des Fahrzeugs oder andere Verbraucher.
  • Auch sie wird in Kilowatt (kW) gemessen.
  • Beispiel: Wird beim Beschleunigen kurzfristig viel Energie benötigt, steigt die Entladeleistung entsprechend.

Einfach erklärt: Je höher die Ladeleistung, desto schneller kannst du die Batterie aufladen. Je höher die Entladeleistung, desto mehr Energie kann das Fahrzeug auf einmal abrufen – beispielsweise für starke Beschleunigung.

Für den Akku sind Temperaturen zwischen 15 und 25 °C ideal. Hohe Temperaturen verkürzen die Lebensdauer und verringern die Ladeleistung. Um den Akku zu schonen, stelle das Fahrzeug im Sommer möglichst in den Schatten und vermeide es, die Batterie an heißen Tagen vollständig aufzuladen. Im Winter empfiehlt es sich, das Auto direkt nach der Fahrt aufzuladen, da der Akku dann noch warm ist. Ein Garagenplatz schützt die Batterie zusätzlich vor Kälte. Tipp: Nutze die Vorheizfunktion vor Fahrtbeginn – idealerweise, während das Fahrzeug noch am Strom hängt. So bringst du Innenraum und Akku auf Temperatur, ohne dabei Energie aus der Batterie zu verbrauchen.