Altauto-Verwertung

Altauto-Verwertung

Das umfangreiche Umweltmanagement bildet drei Säulen. Beginnend bei der Entwicklung und Produktion von Volkswagen über den Service in den österreichischen Volkswagen Fachwerkstätten,
bis hin zur ordnungsgemäßen Verwertung von Altfahrzeugen und Altteilen.

Verwertungsgerechte Konstruktionen von Fahrzeugen und deren Bauteilen

Schon seit 1989 werden von Volkswagen detaillierte Demontageuntersuchungen an jedem neuem Fahrzeugmodell durchgeführt. Die dabei erzielten Erkenntnisse fließen ständig in die neuen Fahrzeugprojekte ein, um die Verwertungs- und Demontageeigenschaften der Fahrzeuge zu verbessern.

 

Bereits bei der Entwicklungsphase werden in der Praxis umsetzbare Verwertungstechnologien betrachtet. Ein wichtiger Beitrag, um trotz steigender Anforderungen an Neufahrzeuge - vor allem in den Bereichen Komfort und Sicherheit - die verwertungsgerechte Konstruktion weiter zu verbessern.

 

Wiederverwendung und Verwertung von Bauteilen

Die Wiederverwendung von Bauteilen, Baugruppen und Materialien ist bereits seit langem ein etablierter Wirtschaftszweig bei Volkswagen.

 

In Österreich wurden im Jahr 2012 konzernweit ca. 79.392 Positionen oder 1.130 Tonnen aus den Baugruppen Motor, Getriebe/Kupplung, Achse, Elektronik und Kraftstoffsystem im Austauschverfahren wieder eingesetzt.

Zur Schließung von Stoffkreisläufen hat der Porsche-Konzern in Österreich 2012

  • 493 Tonnen Verbundglasscheiben
  • 248 Tonnen Kunststoffstoßfänger
  • 167.000 Liter Bremsflüssigkeit

einer stofflichen Wiederverwertung zugeführt.

 

 

Umweltverträgliche Behandlung von Altfahrzeugen - Abfallreduzierung

Für eine optimale und umweltgerechte Behandlung der Altfahrzeuge hat Volkswagen in Österreich ein flächendeckendes Netz von Verwertungs-betrieben aufgebaut. Damit werden neben den gesetzlichen Vorgaben auch die eigenen hohen Anforderungen an Qualität und Zuverlässigkeit erfüllt. Zur Optimierung der Behandlung und Demontage von Altfahrzeugen hat Volkswagen gemeinsam mit anderen Herstellern die Datenbank IDIS (internationales Demontageinformationssystem) aufgebaut.

 

Die klassische Kette der Altfahrzeugverwertung besteht aus Flüssigkeitsentnahme ("Trockenlegung") und Demontage, sowie Shreddern und Verwertung der metallischen Fraktionen, die rund 75% des Fahrzeuggewichtes ausmachen.

 

Beim Shreddern von Altfahrzeugen fallen etwa 20% Shredder-Reststoffe an, die bisher meistens noch ungenutzt deponiert wurden. Um auch diese vorwiegend nichtmetallischen Werkstoffe sinnvoll zu nutzen, wurde von Volkswagen gemeinsam mit dem Technologie-partner Sicon ein neues Aufbereitungsverfahren entwickelt. Das Volkswagen Sicon-Verfahren kombiniert auf intelligente Weise verschiedene bewährte Aufbereitungsschritte. Aus den ehemals wertlosen Shredder-Reststoffen werden dadurch mehrere Fraktionen gewonnen, die in vorwiegend rohstofflichen Verwertungsverfahren eine umweltgerechte und auch wirtschaftlich sinnvolle Nutzung finden. Die Altfahrzeugverwertung erreicht so in Summe eine Verwertungsquote von 95% und leistet damit einen entscheidenden Beitrag zur Schonung der primären Rohstoffe.

Rücknahmestellen für Altfahrzeuge

Alle österreichischen Volkswagen Betriebe nehmen Ihren alten Volkswagen* kostenlos zurück, sofern das Fahrzeug vollständig ist und nicht wesentliche Bauteile wie Motor, Katalysator oder Karosserie
fehlen oder Abfälle dem Altfahrzeug hinzugefügt wurden. Volkswagen verfügt mit den Volkswagen Händlern und Werkstätten über ein flächendeckendes Rücknahmenetz.

 

*Pkw (M1):   Fahrzeuge zur Personenbeförderung mit max. 8 Sitzplätzen außer dem Fahrersitz.
 VWN (N1):   Fahrzeuge zur Güterbeförderung mit einer zulässigen Gesamtmasse von max. 3,5t.