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Starke Leistung: Österreich dringt bis ins Finale beim Volkswagen Junior World Masters 2018 in Berlin vor

19.06.2018

Nachdem Team Österreich die Gruppenphase dominiert und anschließend Südafrika und Irland in der K.o.-Phase bezwungen hatte, fehlte im Finale gegen Deutschland das Quäntchen Glück. Titelverteidiger und Gastgeber Deutschland entschied die Neuauflage von 2016 für sich und verteidigte damit den Titel. An zwei Turniertagen traten 19 Teams aus 18 Ländern von fünf Kontinenten gegeneinander im Olympiapark in Berlin gegeneinander an. 
Spannung bis zur letzten Spielminute hielt das Volkswagen Junior World Masters 2018 mit der Neuauflage des Finals von 2016, Deutschland gegen Österreich, bereit. Vor einem lautstarken Publikum im Amateurstadion am Olympiapark gehörten die ersten Minuten den Deutschen, die mit einer Kopfballchance das erste Mal vor dem Kasten der Österreicher ein Zeichen setzen. Deutschland stand hoch und störte Österreich effektiv im Spielaufbau. Doch in der ersten Hälfte konnte sich Team Österreich ein ums andere Mal bis zum Strafraum der Deutschen vorspielen. Durch konsequente Tempoläufe setzten die Gastgeber allerdings immer wieder gefährliche Offensivakzente. Direkt nach dem Anstoß zur zweiten Hälfte schaffte es Bence Dardai mit einem Schuss von halblinks aus 16 Metern den Ball unhaltbar im langen Eck des österreichischen Tores zur deutschen Führung unterzubringen. Österreich gelang es im Nachgang, trotz größter Anstrengungen und gutem Kampfgeist, nicht mehr die entscheidende Wende herbeizuführen und unterlag mit 0:1.
"Alle 19 Mannschaften haben sich hervorragend präsentiert und unser Turnier zu einem großen Erfolg werden lassen. Mit dem Volkswagen Junior Masters und dem Volkswagen Junior World Masters zeigen wir seit vielen Jahren wieviel uns auch die Nachwuchsförderung im Fußball bedeutet. Wir können gespannt sein, ob wir das ein oder andere Talent in ein paar Jahren in einer der Top-Ligen Europas wiedersehen werden", sagt Stephan Franssen, Leiter Sponsoring & UEFA der Marke Volkswagen.

Der Weg ins Finale

Der Start in das Turnier gegen die Niederlande verlief holprig. Bereits nach wenigen Augenblicken entschied der Schiedsrichter auf Strafstoß gegen Österreich, der allerdings nicht durch die Gegner zur Führung genutzt werden konnte. Nach dem deutlichen Weckruf konnte hingegen Luca Pazourek für Team Österreich, nach einem Freistoß-Abpraller zur 1:0 Führung einnetzen. Österreich entwickelte im weiteren Spielverlauf eine deutliche Überlegenheit und erhöhte durch Sanel Salijic wenig später auf 2:0. Auch das zweite Spiel gegen überforderte und körperlich unterlegene Südkoreaner konnte Österreich mit Toren von Fabian Jankovic und Sanel Saljic mit 2:0 für sich entscheiden. Stimmungsvoll wurde es im dritten Spiel gegen die Nachbarn aus der Schweiz. Lautstark feuerten die Fans beider Lager ihre Teams an. Nach einer leichten Überlegenheit für Österreich in der Anfangsphase, kam die Schweiz im weiteren Spielverlauf zu mehr Entfaltung und die Fans sahen zwei Teams auf Augenhöhe. Die Partie fand keinen Sieger und endete mit einem torlosen Remis. Im letzten Spiel an Tag 1 zeigte Österreich gegen Rumänien wieder Entschlossenheit und ging durch einen Strafstoß, getreten von Efe Can Arac, mit 1:0 in Führung. Rumänien erhöhte die Schlagzahl und hatte mit einem Lattentreffer den Ausgleich auf dem Fuß, doch Österreich hielt dagegen und brachte die 1:0-Führung über die Zeit. 

Tag 2 begann für Österreich mit einem ausgeglichenen Spiel gegen Slowenien, bei dem im Mittelfeld hart um die Spielkontrolle gekämpft wurde. Die Abwehrreihen beider Mannschaften schienen undurchdringlich zu sein, doch mit dem Schlusspfiff gelang es Österreichs Matej Mijic mit einem Nachschuss von der linken Strafraumkante flach im kurzen Eck einzuschieben und damit drei Punkte für sein Team zu sichern. Im letzten Gruppenspiel, Österreich gegen Schweden, sahen die Zuschauer kompakt agierende Mannschaften, die wenig zuließen. Doch die Beharrlichkeit und der unbedingte Siegeswille von Team Österreich wurde mit dem Siegtreffer durch Luca Pazourek abermals in der letzten Spielminute belohnt. Damit gelang Österreich ein überzeugender Gruppensieg ohne Gegentreffer und der Einzug ins Viertelfinale gegen Südafrika. In diesem Spiel gab es keine klare Überlegenheit für eines der Teams. Die Laufstarken Südafrikaner bewiesen wahres Kämpferherz und hielten die Partie lange offen. Doch dann war es ein toller Konter der Österreicher, der über einen Querpass von der linken Grundlinie in den Fünfer von Mark Lakatos, in den Ball hineinrutschend, im Tor untergebracht werden konnte. Im Halbfinale traf Österreich auf die überraschend starken Iren. Beide Mannschaften kämpften im Mittelfeld in vielen Zweikämpfen um jeden Zentimeter. Irland versuchte immer wieder mit langen Bällen Raum zu gewinnen und den Ball in der Spitze festzumachen oder durchzustoßen. Doch durch Standards konnte Österreich etwas mehr Torgefahr entwickeln als der Gegner. Eine langen Ball Österreichs aus dem rechten Halbfeld in den Fünfer konnte Irland zunächst noch abblocken, den Nachschuss von Dejan Radonjic dann aber nicht mehr verhindern, sodass dieser im Tor der Iren einschlug. Die Führung setzte weitere Kräfte der Österreicher frei, die sie gegen wild anrennende Iren besonders in der Defensive brauchten, um die Führung zu sichern und schließlich verdient ins Finale einzuziehen.

Das Volkswagen Junior World Masters wird in Welt- und Europameisterschaftsjahren seit 2006 auf internationaler Ebene ausgespielt. Nach dem Start in Wolfsburg waren die Stationen Salzburg (2008), Madrid (2010), Warschau (2012), Rom (2014) und Paris (2016).

In diesem Jahr nahmen Deutschland (2 Teams: Hertha BSC Berlin und SV Werder Bremen), Österreich (FK Austria Wien), Frankreich (A.S. St. Remoise), Türkei (Altinordu Izmir), Russland (Chertanovo Football Team), Schweden (IF Brommapojkarna), Südafrika (McCarthy VW Constantia), Slowenien (Team Slovenia), Rumänien (CFR 1907 Cluj), Niederlande (FC Twente Enschede), Mexico (Selección Elite), Spanien (Colegio Salgui), Südkorea (Masan-Hapseong Elementary School), Peru (Real Jose Galvez), Italien (Hellas Verona), Irland (Belvedere FC Premier), Kasachstan (FC Kairat), Schweiz (FC Basel 1893) am Turnier in Berlin teil.