Der Volkswagen I.D. R Pikes Peak – Motorsport treibt Elektromobilität auf die Spitze

14.05.2018

Drahtiger Modellathlet, kein Muskelprotz: der I.D. R Pikes Peak

Oberstes Ziel bei der Entwicklung des Volkswagen I.D. R Pikes Peak war es, die ideale Balance von Energiekapazität und Gewicht zu finden. Es stand nicht - wie üblich bei Rennfahrzeugen - die maximale Leistung im Vordergrund. Volkswagens Prototyp für den Pikes Peak trägt damit zu Recht zwei Gütesiegel. Das "R", das für Performance-Fahrzeuge steht. Und das "I.D." - frisches Sinnbild für smarte E-Technologie von Volkswagen. 

"Ähnlich wie bei den Serienfahrzeugen der Marke Volkswagen, werden auch im Motorsport elektrisch angetriebene Rennfahrzeuge eine immer größere Rolle spielen", so Sven Smeets, Volkswagen Motorsport-Direktor. "Bei der Entwicklung des I.D. R Pikes Peak hat uns - gerade angesichts des knappen Zeitplans - die konzerninterne Zusammenarbeit sehr geholfen. Wir haben beispielsweise Unterstützung der Volkswagen Batteriefertigung in Braunschweig erhalten und haben mit der Technischen Entwicklung in Wolfsburg zusammengearbeitet." 

Die Wahl der Ingenieure fiel wie seinerzeit in den Jahren 1985, 1986 und 1987 beim aufsehenerregenden Golf mit Bi-Motor für den Pikes Peak auf eine Lösung mit zwei Antriebsquellen. Beim I.D. R Pikes Peak arbeiten zwei Elektromotoren mit einer Systemleistung von 500 kW (680 PS).

Kraftquelle mit Köpfchen: die Batterie-Technik

Als Energiespeicher kommen - wie auch im Bau von Serienfahrzeugen mit elektrischem Antrieb - Lithium-Ionen-Batterien zum Einsatz. Der Anspruch an die Batteriezellen ist hoch: Ihre Leistungsdichte ist das entscheidende Kriterium des Systems im Hoch-Volt-Bereich. Anders als in der Serienfertigung hatten die Motorsport-Ingenieure nicht die maximale Reichweite als Ziel, sondern eine möglichst hohe Leistungsabgabe auf dem Weg zum Pikes-Peak-Gipfel.

Etwa 20 Prozent der benötigten elektrischen Energie werden während der 20 Kilometer langen Fahrt erzeugt. Stichwort Energie-Rückgewinnung (Rekuperation): Beim Verzögern wird ein Teil der Bremsenergie durch die Elektromotoren, die in diesem Fall als Generatoren wirken, in Strom umgewandelt und in die Batterie gespeist.

Der große Tag: Am 24. Juni 2018 gilt’s!

Start in 2.862 Meter Höhe, 1.440 Meter vertikal, 156 Kurven, 100 Prozent Asphalt und nur ein einziger Versuch - auf der Jagd nach dem Rekord für Elektrofahrzeuge muss am 24. Juni 2018 nicht nur die Technik und der Fahrer in absoluter Bestform sein, auch die äußeren Bedingungen müssen mitspielen. Nicht selten herrschen Ende Juni am 4.302 Meter hohen Gipfel des Pikes Peak, der gleichzeitig das Ziel markiert, Temperaturen unterhalb des Gefrierpunktes.

Der Weltklasse-Fahrer und Titelverteidiger am Pikes Peak, Romain Dumas, wird den Volkswagen I.D. R Pikes Peak bei dem Versuch steuern, den bestehenden Rekord für Elektrofahrzeuge zu unterbieten. Der 39-jährige Franzose liebt Herausforderungen wie diese, hat neben drei Pikes Peak Triumphen auch die 24-Stunden von Le Mans zwei Mal gewonnen. Dumas, der Motorsport-Legende Jacky Ickx als Vorbild nennt, ist übrigens in Alès geboren.

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