Verkehrszeichenerkennung: Das dritte Auge für das richtige Tempo

16.12.2016

"Gilt hier eigentlich noch ein Tempolimit?" Wohl jeder Autofahrer hat sich in der Stadt oder bei Fahrten über Landstraßen und Autobahnen schon einmal diese Frage gestellt. Wenn weder Mitreisende noch weitere Schilder Auskunft geben, geht man das Risiko ein, bei der nächsten Geschwindigkeits-kontrolle böse falsch zu liegen. Hilfreich ist in diesem Fall die Verkehrszeichenerkennung von Volkswagen. Sie kann im Rahmen der Systemgrenzen in Echtzeit über die wichtigsten Ge- und Verbotshinweise entlang der Fahrstrecken informieren. 

Mit der Verkehrszeichenerkennung hat der Fahrer einen "Begleiter" an Bord, der statt ratlosem Schulterzucken oft die richtige Antwort parat hat - weil er seine "Augen" ständig offenhält. Das System erfasst im Rahmen der Systemgrenzen mit einer Kamera die relevanten Verkehrszeichen und bildet sie je nach Fahrzeugausstattung in der Multifunktionsanzeige, im Display des Radio- und Navigationssystems und/oder im Head-up-Display ab. Angezeigt werden beispielsweise Geschwindigkeitsbegrenzungen, Ortsausgangsschilder, Überholverbote sowie Zusatzzeichen - und natürlich die entsprechenden Aufhebungszeichen. So sieht der Fahrer die aktuellen Hinweise vor sich.

Damit die Infos möglichst akkurat sind, vergleicht der Bordrechner drei Quellen miteinander: die von der Kamera erkannten Verkehrszeichen, Informationen des Navigationsgeräts und aktuelle Fahrzeugdaten. Dadurch können in bestimmten Fällen sogar verschmutzte oder beschädigte Schilder korrekt angezeigt werden. Außerdem berechnet das System, ob Verkehrszeichen plausibel, relevant und aktuell gültig sind.

Besonders clever ist die Einbindung des Regensensors: Dieser kann wahrnehmen, dass der Niederschlag auf der Frontscheibe eine bestimmte Menge überschreitet und im Display werden automatisch jene erkannten Tempolimits angezeigt, die den Zusatz "Bei Nässe" tragen.