New Small Family.

Eine neue Generation

Wie das Auto von morgen aussehen wird, verrät ein Blick auf die New Small Family von Volkswagen: der zweitürige Cityspezialist up!, der Mikrovan space up! sowie der Zero-Emission-Van space up blue. "Für mein Team und mich war es ein Traum, diese Studien zu entwerfen", so Walter de Silva, Chefdesigner der Volkswagen Group. "Diese Autos verkörpern einen Aufbruch in eine neue Ära. Wer die New Small Family betrachtet, sieht sofort, wie sympathisch und clever diese Volkswagen wirken. Solche Autos machen Spaß. Da muss man nichts erklären, alles spricht für sich selbst."

Intelligenter, emotionaler

Vor ihrem gemeinsamen Debüt 2007 in Bologna hatte Volkswagen die New Small Family auf einen Staffellauf um die Welt geschickt: Startpunkt war die IAA in Frankfurt mit dem up!, gefolgt vom Mikrovan space up! auf der Tokyo Motor Show. Beide Modelle demonstrieren überzeugend, wie durch intelligentes Packaging jeder Millimeter Raum genutzt und gleichzeitig ein emotionales Design verwirklicht werden kann.

Und umweltbewusster

In Los Angeles wurde 2008 mit dem Zero-Emission-Van Space Up! Blue schließlich die dritte Variante der New Small Family präsentiert. Rund um den Globus war die Resonanz extrem positiv. Vielleicht auch deshalb, "...weil jeder up! auch ein Bekenntnis für den Schutz unserer Umwelt ist", so Volkswagen Entwicklungsvorstand Dr. Ulrich Hackenberg.

Der up!.

Konzept

Mit dem up! präsentiert Volkswagen eine Studie, die erneut das Zeug dazu hat, mehr als nur eine Generation zu bewegen. Der Name ist Synonym für Aufbruch und Dynamik, das Konzept innovativ und selbsterklärend. Das überzeugte auch die britische Fachzeitschrift "Autocar": Sie verlieh dem up! den renommierten Concept Car Award 2007. Kein Wunder, bietet der zweitürige Cityspezialist doch trotz seiner geringen Außenmaße Platz für vier Personen.

Exterieur

Dominante Designmerkmale des up! sind die nach innen schräg zulaufenden Scheinwerfer, die dazwischen horizontal verlaufende Lüftungsöffnung, die weit nach vorn reichende Kofferraumhaube und der glattflächige Stoßfänger. Sein rundum laufender schwarzer Streifen ist Detail des für Volkswagen typischen "Happyface". Einen besonderen Akzent setzt das VW-Logo: vorne verchromt, am Heck hinter Glas und leuchtend bei eingeschaltetem Licht.

Interieur

In der Relation zur Außengröße ist das Raumangebot des up! wegweisend. Nichts anderes gilt für die Variabilität: Bis auf den Fahrersitz lassen sich alle Sitze zusammenklappen, ausbauen und bequem in einem der beiden Kofferräume verstauen. So wird die gesamte Innenraumlänge als Staufläche nutzbar. Trotzdem genießt man gewohnt hohen Sitzkomfort: Ähnlich einer sich selbst aufpumpenden Luftmatratze, kann über ein Ventil Luft in die Sitzflächen gesaugt werden. Dabei passen sich die Sitze 1:1 der eigenen Körperanatomie an.

Intuitive Bedienung

Die Studie up! bietet darüber hinaus einen ganz neuen Bedienkomfort. Dazu Klaus Bischoff, Chefdesigner der Marke Volkswagen: "Der up! ist auch deshalb so faszinierend, weil alles, jedes Detail, neu durchdacht wurde. Im Interieur haben wir einen Touchscreen mit einer neuen Näherungssensorik zur Steuerung von Navi, Radio, Bordrechner und Klimaanlage. Den bedient man absolut intuitiv. Komplizierteste Funktionen lassen sich so wieder kinderleicht steuern."

Der space up!.

Konzept

Auf der Tokyo Motor Show 2007 feierte das zweite Mitglied der "New Small Family" Premiere: die Studie space up! Der Mikrovan ist ein kleines Raumwunder mit vier Türen. Eigentlich sind es sogar sechs. Denn die Van-Studie hat keine klassische Heckklappe, sondern eine zweigeteilte Hecktür. Dahinter verbergen sich 220 bis 1.005 Liter Kofferraum, vier multivariabel konzipierte Sitzplätze und ein innovatives Cockpit-Konzept.

Exterieur

Wie alle "New Small Family"-Mitglieder wird auch der space up! durch eine völlig neue Harmonie geprägt: zwischen technischem Layout auf der einen und emotionalem Design auf der anderen Seite. Besonders auffallend ist die Silhouette des Microvans. Sie wurde in Anlehnung an den legendären Samba Bus gestaltet: mit langgestreckter Fensterpartie, prägnanter C-Säule und gegenläufig angeschlagenen Butterfly-Türen. So lassen sich alle vier Sitzplätze ausgesprochen bequem erreichen.

Interieur

Der space up! ist ein vollwertiger Viersitzer - mit zwei integrierten Kindersitzen im Fond. Für die Verwandlung vom Erwachsenen- zum Kindersitz werden einfach die Sitzflächen umgedreht und pro Seite jeweils zwei Schulterstützen herausgeklappt. Dank spezieller Auflagen aus Airflow-Schaum, passen sich die Sitze automatisch der individuellen Anatomie an. Trotz aller Bequemlichkeit ist der space up! aber auch ganz praktisch veranlagt: Bis zu 2,80 Meter lange Gegenstände können bis in den vorderen Kofferraum durchgeladen werden. Und das bei lediglich 3,68 Meter Länge. Damit ist der space up! 15 Zentimeter kürzer als der Fox, der heute kompakteste Volkswagen!

Intuitive Bedienung

Das Armaturenbrett ist eines der modellübergreifenden Module der "New Small Family". Es besteht aus zwei zentralen Displays: Im Cockpit zeigt ein 8-Zoll-Monitor Informationen wie die Geschwindigkeit, das Tankvolumen und die Reichweite sowie den aktuellen CO2-Ausstoß an. In der Mitte der Armaturen weist ein 7-Zoll-Monitor den Weg. Die Funktionen werden über einen Touchscreen bedient, der via Näherungssensorik auch auf Gestik, also bestimmte Handbewegungen, reagiert.

Der space up! blue.

Konzept

Der space up! blue ist das dritte Mitglied der "New Small Family" von Volkswagen. Seine Premiere feierte der kompakte, selbstbewusste Zero-Emission-Van im Stil des legendären Volkswagen Samba Bus als Studie auf der Los Angeles Autoshow 2007. An Bord: die weltweit erste Hochtemperatur-Brennstoffzelle und ein Verbund aus zwölf Lithium-Ionen-Batterien für den Betrieb eines Elektromotors.

Antrieb

Während die Lithium-Ionen-Batterien unter der Fondsitzbank montiert sind, befindet sich die Hochtemperatur-Brennstoffzelle im Vorderwagen. Sie nutzt Wasserstoff (H2) zur Gewinnung der elektrischen Energie. Zwei im Unterboden des space up! blue integrierte Sicherheitstanks speichern bis zu 3,3 Kilogramm komprimierten Wasserstoff.

Elektromotor

Wird der Elektromotor (45 kW/ 61 PS) des space up! blue allein per Batterie betrieben, sind Reichweiten von 100 Kilometern möglich - genug, um nahezu alle Distanzen im innerstädtischen Bereich zu meistern. Nur zum Vergleich: Ein Hybrid-Auto schafft im reinem Elektromotor-Betrieb - also mit der in der Batterie gespeicherten Energie - im Schnitt zwei Kilometer. Spätestens dann muss sich wieder der Verbrennungsmotor zuschalten. Energie "nachgetankt" wird entweder an der Steckdose oder über die Volkswagen Hochtemperatur-Brennstoffzelle. In diesem Fall erhöht sich die Reichweite um zusätzliche 250 Kilometer. Aber der Microvan nutzt noch eine weitere Energiequelle: die Sonne. Und zwar mit einem großen Solarpanel auf dem Dach. Es liefert bis zu 150 Watt, die ebenfalls in die Batterie eingespeist werden.

Hochtemperatur-Brennstoffzelle

Mit der Entwicklung der Hochtemperatur-Brennstoffzelle hat Volkswagen einen Wendepunkt in der Erforschung von Großserien-Brennstoffzellen eingeleitet. Anders als die bislang bekannten Niedrigtemperatur-Brennstoffzellen (NT-BZ) kann sie in einem Temperaturbereich von bis zu 160 Grad "gefahren" werden. Und zwar ohne zusätzliche Befeuchtung. Deshalb reicht - im Vergleich zur NT-BZ - ein deutlich einfacheres Kühlsystem und Wassermanagement aus. Die Folge: Sie ist wesentlich leichter, günstiger und alltagstauglicher. Und hat somit beste Chancen in Großserie produziert zu werden.