Die Komponenten - Verschiedene Systeme im Zusammenspiel.

Radarsensoren und Steuergerät in einer kompakten Baueinheit

Für die Erkennung des seitlichen und rückwärtigen Bereichs sind zwei seitlich getrennte Radarsensoren im hinteren Stoßfänger verantwortlich. Dabei bilden jeweils eine Sende- und drei Empfangsantennen sowie ein Steuergerät eine kompakte Baueinheit. Die von den Sendeantennen abgestrahlten Radarimpulse werden von Gegenständen im Erfassungsbereich reflektiert. Die empfangenen Reflexionen werden von dem jeweiligen Steuergerät ausgewertet: Größe, Position und Geschwindigkeit der erfassten Objekte werden berechnet. Unbewegte Gegenstände, wie z. B. Leitplanken oder stehende Fahrzeuge, werden ignoriert.

Dabei teilen sich die Steuergeräte die Arbeit: Steuergerät 1, der sogenannte Master, überwacht kontinuierlich alle erkannten Objekte. Diese Informationen wertet das zweite Steuergerät, der sogenannte Slave, aus und prüft, ob eine kritische Situation vorliegt. Je nach Situation aktiviert der Slave dann die jeweiligen Warnlampen in den Außenspiegeln. Die Kommunikation zwischen Master- und Slave-Steuergerät erfolgt über einen privaten CAN-Datenbus.

Damit der Side Assist die richtigen Entscheidungen treffen kann, benötigt er zusätzliche Informationen: Über den CAN-Datenbus werden die Angaben über die aktuelle Geschwindigkeit und den Kurvenradius (vom ABS/ESP-Steuergerät) sowie über den Zustand der Blinker (vom Komfortsteuergerät) übermittelt. Aufgrund der Ausrichtung der Radarsensoren arbeitet Side Assist bis zu einem Kurvenradius von mindestens 170 Metern. Auf gerader Strecke und bei einem Kurvenradius von mehr als 200 Metern schaltet sich der Side View Assist wieder automatisch zu. Bei Benutzung der Anhängerkupplung ist das System ebenfalls deaktiviert. Ein Icon in der Multifunktionsanzeige informiert den Fahrer über den jeweiligen Zustand.

Die Warnleuchten für den Spurwechselassistent bestehen aus gelben Leuchtdioden. Über den Lichtsensor der automatischen Fahrlichtschaltung passen sie sich in ihrer Helligkeit automatisch dem Umgebungslicht an. Dadurch ist stets die optimale Wahrnehmbarkeit gewährleistet und eine Blendung bei Dunkelheit wird vermieden. Zudem lässt sich die Grundhelligkeit der Warnlampen manuell über die Multifunktionsanzeige Plus den individuellen Bedürfnissen anpassen.